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Altersstufe

Oberstufe / 15-18

Genre

Mischtechnik

Searching the Unforeseen – Wie du Kunst machen willst, geht niemanden etwas an

Johan Meister / Leon Steffani

Kurzbeschreibung

„Searching the Unforeseen“ erforscht die vielfältigen Möglichkeiten experimenteller Praktiken als Mittel künstlerischen Ausdrucks und selbstbestimmten Lernens. Unvorhersehbares zu provozieren, wird hierfür als produktiver Ansatz erachtet und ist essenzieller Kern des Workshopkonzeptes.

Altersstufe

Oberstufe / 15-18

Zielsetzung

Die Teilnehmer*innen sollen durch künstlerisches Forschen individuelle Strategien zum Lösen von Problemen entwickeln. Hierfür sieht die Konzeption des Workshops Freiräume zum Ausprobieren und Entdecken individueller Methoden vor. Gleichwohl soll das Prinzip des Weitergebens und Entgegennehmens von Arbeiten anderer Teilnehmer*innen die Aufmerksamkeit auf das Potenzial kollektiver Arbeitsprozesse lenken und dem Erwartungsdruck entgegenwirken, im Alleingang ein „Meisterwerk“ produzieren zu müssen.

Projektbeschreibung ausführlich

Dieser Workshop formuliert ein Interesse an experimentellen Schaffensprozessen und Praktiken, um unvorhersehbare Entwicklungen im künstlerischen Arbeiten zu provozieren. Hierfür ist es wichtig, den Workshop selbst als ein Experiment anzulegen. Dieses sollte einerseits präzise entworfen, zugleich aber komplex genug sein, um als Teilnehmer*in von den Ergebnissen überrascht zu werden. In diesem Sinne gibt der Workshop Leitmotive vor, die als Fragmente einer Erzählung aufeinander aufbauen. Gleichwohl ist die Workshopstruktur nicht linear konzipiert und erzeugt absichtlich Irritationen im kreativen Prozess der Teilnehmer*innen.


Der Workshop ist in 5 Tage unterteilt. Jeder Tag unterliegt einem eigenen Leitmotiv, welches jeweils in einem Kurzvortrag von den Workshopleitern vorgestellt wird:


Tag 1: Flanieren und Sammeln (Material: große blickdichte Tragetaschen, Papierklebeband)

Tag 2: Fotografische Inszenierung (Material: Handykameras, Drucker, schweres Druckerpapier)

Tag 3: Kreatives Schreiben (Material: Microsoft Word, o. ä., Drucker, schweres Druckerpapier)

Tag 4: Das Medium als narratives Element (Material: Drucker, Tape, Pappe, Modellbaukleber, Schneidematte, Cutter, Schere, Prittstifte, Acrylfarben, Jute, Bleistifte, Buntstifte, Zeichenpapier)

Tag 5: Das Ausstellen als narratives Element (Material: Drucker, schweres Druckerpapier, Doppelseitiges Klebeband, Nägel, Hammer, Schnur)


Die Ergebnisse des Vortages bilden jeweils die Grundlage des Folgetages. Sie werden anonymisiert weitergereicht, um einer*einem anderen Teilnehmer*in im weiteren Verlauf des Workshops als Grundlage zu dienen. Die Teilnehmer*innen präsentieren zu keinem Zeitpunkt ihre eigenen Ergebnisse sondern immer nur die, die sie weitergegeben bekommen haben. Dabei erklären sie, was genau sie mit Blick auf ihre eigene Arbeit an dem Entgegengenommenen interessiert. Auf diese Weise wird die Empathie für die kreativen Prozesse anderer gefördert und gleichzeitig die eigene Arbeit als ein Eingebundensein verstanden. Der Zwang zur Rechtfertigung der individuellen Ergebnisse entfällt, während die Analyse der Sinnzusammenhänge bleibt.


Davon ausgehend, dass die wichtigsten Entwicklungen sowohl in der wissenschaftlichen Forschung als auch in der Kunst unerwartet passieren, soll der Workshop die Lust am Studium im weitesten Sinne wecken und die künstlerische sowie experimentelle Praxis als wichtige Grundlage für selbstbestimmte Lernprozesse vorschlagen.

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