Institut für Solarenergieforschung GmbH

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Das Institut für Solarenergieforschung (ISFH) ist eine Forschungseinrichtung des Landes Niedersachsen und ein An‐Institut der Leibniz Universität Hannover. Unsere Arbeitsschwerpunkte sind photovoltaische und solarthermische Energieumwandlung. Wir bieten Ihnen eine lebendige Arbeitsatmosphäre in einem kreativen Team mit einer exzellenten apparativen Ausstattung. In der Abteilung „Photovoltaik“ suchen wir zum nächstmöglichsten Zeitpunkt Studierende zur Durchführung eines/einer

Praktikums/Abschlussarbeit - STPV002

Elektrotechnik, Physik, Nanotechnologie oder verwandte Studienrichtungen

Thema: Passivierung der Perowskit-Grenzfläche zum Elektronenselektiven Kontakt

Hintergrund: Photovoltaik (PV) schickt sich an, die wichtigste Technologie der zukünftigen de-karbonisierten Energiekonversion zu werden. Für eine nachhaltige Aufskalierung in den Tera-Watt-Maßstab bieten Perowskit (Pk)-Solarzellen die potentiellen Vorteile, dass sie als Dünnschicht-Absorber mit geringem Energieaufwand bzw. CO2-Footprint hergestellt werden können, und dass sie im Tandem mit Silizium-Bottomsolarzellen sehr hohe Wirkungsgrade erlauben und so den Flächenbedarf sowie die Stromgestehungskosten von PV reduzieren. 2022 wurden mit Pk/Si-Tandemsolarzellen bis zu 32,5 % Wirkungsgrad – 5,7 % absolut mehr als bisher mit Si - erreicht. Das ISFH möchte zu dem weiteren Fortschritt über ausgewählte Aspekte von Pk/Si-Tandemsolarzellen beitragen, wofür zunächst der Pk-Herstellungsprozess verbessert und um state-of-the-art-Innovationen erweitert werden muss.

Ihr Aufgabengebiet:

In der Arbeit sollen selbständig Perowskit-Singlejunction-Solarzellen auf Basis der nasschemischen Methode hergestellt werden. Der Referenzprozess mit direktem Kontakt zwischen Elektronenselektiver Schicht und dem Perowskit-Absorber soll um eine Zwischenschicht erweitert werden. Dafür kommen zwei Kandidaten in Frage: (a) aufgedampfte Passivier-Schichten, insb. MgFx und (b) nasschemisch aufgebrachte Passivier-Schichten. Es sollen für (a) die Aufdampfraten bzw. Schichtdicken bzw. für (b) die spin-on-Parameter, Konzentrationen, Lösungsmittel etc. optimiert werden, so dass eine Verbesserung der Passivierung (= höhere Leerlaufspannung) ohne Beeinträchtigung des Stromtransports (= nicht reduzierter Füllfaktor) oder parasitärer Absorption (= nicht reduzierter Kurzschlussstrom) erzielt werden kann. Die Charakterisierung soll auf Basis von IV-Kennlinienmessungen unter Beleuchtung sowie auf Basis von absoluten und transienten Photolumineszenzmessungen erfolgen.

Ihr Profil:

  • Selbständige, strukturierte Arbeitsweise und Fähigkeit zum analytischen Denken
  • Spaß am experimentellen Arbeiten
  • Bereitschaft zu konstruktiver Mitarbeit in unserem Team
  • Ideal wären Grundkenntnisse auf mindestens einem der Gebiete Solarzellen, elektronische Bauelemente, Hableitertechnologie

Rahmenbedingungen:

  • Arbeitsort: Emmerthal
  • Eintrittstermin: ab sofort

Ansprechpartner für inhaltliche Rückfragen:

Prof. Dr. Robby Peibst

Tel.: 05151/999‐313

E‐Mail: peibst@isfh.de

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